Erfolgreich Zuhören im Rhythmus der Sprache – die Rolle der Alpha-Wellen

Aufmerksamkeit in Wellen: Neurowissenschaftler aus Lübeck und Leipzig untersuchen die Rolle der Alpha-Aktivität im Gehirn für unsere Aufmerksamkeitssteuerung – Testpersonen gesucht

Häufig fällt es uns schwer, aufmerksam zuzuhören – vor allem, wenn gleichzeitig störende Hintergrundgeräusche und Gespräche auf uns einströmen. Forscher an der Universität zu Lübeck und am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben nun herausgefunden, was den Erfolg beim Zuhören bestimmt: Je stärker die sogenannten Alpha-Wellen unseres Gehirns im Rhythmus der Sprache schwingen, desto größer unser Hör-Erfolg.

Eine Durchsage am Bahnsteig, das Quietschen des einfahrenden Zuges, die Gesprächsfetzen umgebender Passanten: In den meisten Alltagssituationen sind wir unzähligen Höreindrücken ausgesetzt, von denen jedoch nur wenige für uns von Bedeutung sind. Richten wir in solchen Momenten unsere Aufmerksamkeit nur auf eine Geräuschquelle, so hilft uns das, die bedeutende Information zu beachten und den Rest auszublenden. Eng verknüpft mit solchen Aufmerksamkeitsprozessen sind die Alpha-Wellen, deren Stärke uns die Höranstrengung des Zuhörers anzeigen. Wie uns die Modulation dieser Wellen im Gehirn ermöglicht, trotz Ablenkung zuzuhören, haben nun Neurowissenschaftler der Forschungsgruppe Auditive Kognition an der Universität zu Lübeck und am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig untersucht.

„Die Größe der Alpha-Wellen erhöht sich jeweils auf der Seite im Gehirn, auf der das zu hören ist, was wir als wichtig erachten“, erklärt Studienleiter Dr. Malte Wöstmann. „Der Unterschied im Ausschlag der Alpha-Wellen zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte verrät also, ob ein Zuhörer die Aufmerksamkeit nach links oder rechts richtet.“

Dabei tritt der Unterschied der Alpha-Aktivität zwischen den Hirnhälften keineswegs konstant während der wichtigen und unwichtigen Höreindrücke auf. Vielmehr verändert sich die Alpha-Aktivität im Rhythmus der Sprache, der wir lauschen wollen. Jedes gesprochene Wort im Gehirn löst zunächst die zu erwartende „Antwort“ in der Hörrinde aus. Dieser folgt dann, rund eine halbe Sekunde später, ein starker Unterschied der Alpha-Aktivität zwischen den Hirnhälften. „Unser Gehirn pendelt also in schwierigen Hörsituationen rhythmisch zwischen zwei Zuständen – der Verarbeitung der akustischen Information einerseits und der selektiven Aufmerksamkeit andererseits“, so Prof. Dr. Jonas Obleser, Leiter der Forschungsgruppe Auditive Kognition.

Das Interessante dabei: Diese Schwankungen der Alpha-Wellen treten nicht nur in den bereits lange bekannten Aufmerksamkeitsarealen im Scheitellappen des Großhirns auf, sondern auch direkt in der Hörrinde, die die akustischen Reize verarbeitet.

Was dieses rhythmische Pendeln der Alpha-Aktivität wiederum für das Zuhören bedeutet, untersuchten die Wissenschaftler anhand einer schwierigen Hörsituation: Sie spielten ihren Versuchspersonen über einen Kopfhörer gleichzeitig jeweils unterschiedliche Zahlen auf dem linken und rechten Ohr vor. Ein Piepton auf einem Ohr zu Beginn jedes Durchgangs signalisierte den Versuchspersonen, auf welche Seite sie ihre Aufmerksamkeit richten sollten. Dabei stellte sich heraus, dass der Hörerfolg einer Person umso größer war, sie also umso mehr Zahlen richtig wiedergab, je besser sich die Alpha-Aktivität ihres Gehirns im Rhythmus der gesprochenen Sprache veränderte.

Untersucht haben die Wissenschaftler diese Zusammenhänge mit Hilfe der Magnetenzephalografie. Damit lassen sich winzige Spannungsänderungen an der Kopfoberfläche ableiten, sodass die Hirnströme und ihre charakteristischen Alpha-Wellen sichtbar gemacht werden können.

„Wir wollen nun herauszufinden, wie es sich mit diesen Hirnprozessen bei Personen im mittleren und höheren Lebensalter verhält, wenn die Probleme in schwierigen Hörsituationen bekanntlich vermehrt auftreten“, so Obleser über eine seiner zukünftigen Studien..

Originalpublikation:
Wöstmann M, Herrmann B, Maess B & Obleser J (2016) Spatiotemporal dynamics of auditory attention synchronize with speech. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS). DOI 10.1073/pnas.1523357113

Life-Coaching oder Coaching für’s Leben

Wir leben in einer hektischen Zeit, in der von jedem von uns Bestleistung verlangt wird und dies in immer kürzerer Zeit. Sowohl beruflich als auch privat steigen die Anforderungen an uns unaufhörlich. Wir wollen uns beruflich entwickeln, weiterbilden, effizient arbeiten, vielleicht auch Karriere machen. Gleichzeitig möchten wir uns persönlich Selbstverwirklichen, eine erfüllende Partnerschaft leben, grossartige Eltern sein und viel Zeit mit unseren Freunden, in unserem sozialen Netzwerk verbringen.
Da stellt sich die Frage: Woher nehmen wir die Zeit und die Energie, um all diese Wünsche zu erfüllen? Wie packen wir dieses „48 Stunden-Tagesprogramm“ in die uns zur Verfügung stehenden  24 Stunden pro Tag. Oft bleibt uns nicht einmal die Zeit, um über diese Anforderungen und Wünsche nachzudenken und uns zu fragen, ob diese wirklich unseren Visionen, Zielen und Werthaltungen entsprechen.

Wie kommen wir aus dieser verzwickten Situation heraus? Wie können wir uns klar werden, um was es uns wirklich geht? Was uns wirklich wichtig ist? Das Gespräch mit unserem Partner, unserer Partnerin, Freunden oder im familiären Umfeld mag sehr hilfreich sein, ist es aber wirklich neutral und geeignet, sich diesen Fragen in aller Offenheit und Freiheit zu stellen? Wir wollen ja die Menschen die uns lieb und wichtig sind, nicht mit unseren Fragen ängstigen oder verunsichern. Sehr oft scheint es so, dass uns nahestehende Menschen, es zwar gut mit uns meinen, jedoch uns auch in den bestehenden Bezügen sehen und daher nicht die gleiche Freiheit haben, zu hinterfragen, wie eine aussenstehende Person dies kann. Zugleich fehlt vielen auch eine qualifizierte Ausbildung, die hilft, die richtigen Fragen zu stellen. Hier ist Coaching ein wunderbares Mittel zum Erfolg bzw. zur besseren Selbsterkenntnis.

Was ist Coaching?

Coaching ist eine Form der kurzzeitigen Begleitung, die Menschen hilft, sich über Ihre bewussten und unbewussten Zielsetzungen klar zu werden. Sie hilft hinderliche Verhaltensweisen, Dynamiken und Glaubenssätze bewusst zu machen. Coaching unterstützt Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung und hilft ihnen ihre Fähigkeiten und Talente zu fördern, sowie Ressourcen und Potenziale zu aktivieren.

Braucht es ein Life-Coaching oder ein Coaching für’s Leben?

Immer wieder höre ich die Frage, ob es Coaching wirklich braucht. In einem grossen Kreis wird Coaching auch noch gerne mit Therapie oder psychologischer Begleitung verwechselt und es herrscht eine diffuse Angst davor, dass der Coach etwas Unangenehmes oder Fehlerhaftes entdecken könnte.  Dabei geht oftmals vergessen, dass sowohl im Spitzensport, als auch im Führungsmanagement Coaching schon längst seinen Platz gefunden hat, weil gutes Coaching hilft, die eigenen Ziele schneller und konsequenter zu erreichen. Wenn Spitzensportler und Führungsverantwortliche Coaching als eine Möglichkeit zur Verbesserung Ihrer Leistung gebrauchen, macht es da nicht auch Sinn, Coaching für das uns Wertvollste, nämlich unser Leben, zu verwenden?

Die zwei Dimensionen des Wachstums

Coaching kann unterschieden werden in ein personales und ein berufliches Coaching. Auf diese beiden Bereiche sind viele Coaching-Methoden ausgerichtet. Was dabei jedoch nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass wir nicht nur eindimensionale Wesen sind und auf der Persönlichkeitsebene wachsen und uns entwickeln, sondern, dass wir vermehrt mit einer anderen Dimension konfrontiert sind, die wir die transpersonale (über die Persönlichkeitsebene hinausgehende) oder spirituelle Dimension nennen können.

Sowohl für uns persönlich als auch für Unternehmen stellt sich hier die Frage nach dem Warum und Wozu. Warum machen wir das? Wozu soll das gut sein? Was ist der Sinn des Ganzen, des Lebens? Was bedeutet dies in Bezug auf Nachhaltigkeit und für unsere Zukunft? Inwieweit dient das was ich tue oder was wir tun dem grösseren Ganzen?

Die Fragen nach dem Sinn und der Bedeutung des eigenen Lebens und der Arbeit, die man verrichtet, stellt sich immer häufiger. Burn-out und verschiedene andere Erkrankungen zwingen uns Menschen dazu, uns mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und unser Handeln und Tun zu hinterfragen. Leider wird die Antwort auf diese Fragen oftmals im gleichen Kontext gesucht, in dem die Fragen aufgetreten sind. Zu oft versuchen Menschen diese Fragen zu lösen, in dem sie die Wohnung wechseln, eine neue Stelle oder einen neuen Beruf suchen, die Partnerschaft auflösen oder sich in eine andere Person verlieben. Doch sehr bald merken sie, dass sich das Problem auf diese Art nicht lösen lässt.

Die Lösung des Problems lässt sich nicht im draussen finden, sondern ist eine Frage der Dimension. Was möchte sich in meinem Leben entfalten? Welcher Entwicklungsschritt steht für mich an? Wie kann ich diesen Entwicklungsschritt optimal gestalten und aufbauen? Wie kann ich meine Lebensqualität steigern und ein erfülltes Leben leben? Auf diese Fragen finden wir im Psychosynthese-Coaching passende Antworten und entdecken gemeinsam nützliche Wege und Möglichkeiten, diese Erkenntnisse praktisch und konkret umzusetzen.

Wahre Lebensqualität lässt sich nicht durch die Veränderung im aussen erreichen, sondern entsteht dadurch, dass sich das äussere Handeln mit meinen inneren, höheren Werten im Einklang befindet.

Das richtige Coaching kann dazu wie ein wunderbares Werkzeug wirken.

Autor: Gerhard Schobel ist Inhaber der Firma: Coaching und Training für KMU und des europaweit anerkannten Ausbildungsinstitutes aeon, Basel / Schweiz. Er arbeitet seit 1987 als Coach und Trainer im In- und Ausland und in eigener Praxis

Info/Kontakt: www.schobel.ch Tel. +41 78 655 82 86